Besuch beim Tierarzt

25. August 2006 | Georges

Heute nachmittag hatten wir mit Kater Joscha einen Termin zur Nachuntersuchung in der Tierklinik zur römischen Villa, nachdem Tierarzt T. Homann zu Beginn dieses Jahres eine Herzinsuffizienz als Ursache des damals bei Joscha immer häufiger werdenden Humpelns (oder bildlicher ausgedrückt: Hoppelns; Joscha wollte oder konnte seinen vorderen Lauf z.B. beim Treppenlaufen nicht mehr ganz belasten) diagnostiziert hatte. Die verschriebene Therapie zeigte Wirkung, so dass Joscha nach ein paar Monaten kaum noch Probleme beim Laufen hatte.

Gleichzeitig hatte ich auch einen Termin für Momo vereinbart um einen “Gesundheits-Checkup” machen zu lassen. Nachdem Herr Homann Momo untersucht und ich ihm berichtet hatte, dass Momo in den letzten beiden Jahren fast zwei Kilogramm an Gewicht zugelegt hat und sie in letzter Zeit manchmal schlapper wirkt als gewohnt (so braucht sie z.B. beim Sprung ins Auto eher einen Anlauf, und läuft gegen Ende von längeren Spaziergängen eher hinter als vor mir), schlug er mir vor ihr Blutbild untersuchen zu lassen. Momo ist ja nun schließlich schon 10 Jahre alt, damit erhielten wir ein deutlicheres Bild über ihren Gesundheitszustand. So musste sie ein bisschen Blut abgeben und eine halbe Stunde später hatten wir die Gewissheit, dass es ihr gut geht: ihre Werte bewegen sich alle in normalen Bereichen :-).

Herr Homann fand ihr derzeitiges Gewicht von gut 29 kg nicht bedenklich, meinte aber, dass Momo nicht weiter zunehmen sollte. Wir werden deshalb nun die tägliche Futtermenge unter Zugabe von Lachshanföl aus der Tierklinik etwas geringer bemessen, damit Momo nicht doch auf einmal Übergewicht hat und somit erhöhten Gesundheitsrisiken im Alter ausgesetzt wäre.

Wie und weshalb ich vor zwei Jahren mit Momo zur Tierklinik von Thomas A. Backhaus gekommen bin, schreibe ich ein anderes Mal, das ist eine längere Geschichte. Übrigens hatten wir außerplanmäßig auch noch den älteren Kater Futzi mit Verdacht auf eine Blasenentzündung mit zum Tierarzt. Es blieb glücklicherweise nach einer Röntgenaufnahme und Blutentnahme beim Verdacht, so dass Futzi in erster Linie etwas gegen seine Allergie auf vermutlich Herbstgrasmilben erhielt, mit der er jetzt schon einige Jahre lang jeden Spätsommer geplagt ist.

Obwohl wir gut zwei Stunden lang mit unseren drei Tieren in der Klinik verbrachten und ihnen dazu noch anderthalb Stunden Autofahrt zumuten mussten (für Momo kein Problem, die Kater jedoch fühlten sich dabei gar nicht so wohl), so war diese Zeit für die Gesundheit unseres Rudels notwendig und ich kann die Tierklinik in Longuich jedem Tierhalter bedenkenlos weiterempfehlen.

Big Boy

22. August 2006 | Georges

Big Boy

Originally uploaded by Dreaming Kaettchen.

Super Foto!

“Freund oder Delikatesse”

6. August 2006 | Georges

Unter diesem Titel druckt d’Wort (Ausgabe vom 5. August 2006, S. 103) einen Artikel von Jutta Lietsch, Korrespondentin in Peking, über Chinas zwiespältiges Verhältnis zu Tieren ab. Wie wir es von der größten luxemburgischen Tageszeitung bereits gewohnt sind, wird wiederum am Originaltext herumgeschnippelt, womöglich damit folgendes Farbfoto besser zur Geltung kommt:

Hundemord in China

Den Original-Text von Jutta Lietsch findet man übrigens kostenfrei im Internet bei der taz.

Das Foto zu den Hunde-Morden bezieht sich dagegen nur auf einen Satz des Lietsch-Artikels. Weitere Informationen zu dem Massenmord findet man beim Kurier, der dazu noch weitere, grausamere Fotos auf seiner Website anzeigt.

An was haben die d’Wort-Redakteure eigentlich gedacht, als sie diesen Artikel in Druck gaben, an den Tierschutz oder an das Bild das ihre Leser von China haben (sollen)?

Ferienzeit

18. Juli 2006 | Momo

Endlich ist es wieder soweit: die Sommerferien haben begonnen und mein Herrchen hat wieder mehr Zeit für mich :-).

Es wurde übrigens auch langsam Zeit für ein Update des Albums. Denn in den letzten beiden Monaten habe ich so einiges erlebt: Spaziergänge in Kockelscheuer, Zugfahrt im Train 1900, Wanderung auf dem Titelberg, auf der Wiese beim Rundballenpressen, Spielen und Schwimmen in Bächen und Weihern, …

Verletzter Rabe

8. Juni 2006 | Georges

Auf unserem heutigen Spaziergang im Crauthemer Wald (Gemeinde Roeser) entdeckten wir plötzlich einen Raben mit einem lahmen Flügel. Der Vogel trippelte auf der Stelle neben einem der Fitness-Geräte des Trimm-dich-Pfads und gab Rufe von sich, die von Artgenossen in den Wipfeln der Bäume beantwortet wurden.

Wir konnten uns dem Raben nähern, ohne dass dieser versuchte, ins Dickicht zu flüchten. Der linke Flügel hing lahm herunter weswegen der Vogel auch nicht mehr fortfliegen konnte. Nicole schlug vor das Auto zu holen, damit wir den Raben mit Momos Decke einfangen konnten. Während sie zum Wagen zurücklief, weilten Fabrice, Momo und ich bei dem verletzten Vogel im Wald.

Plötzlich hörten wir ein Auto, doch es war nicht Nicole, sondern eine ältere Dame mit ihren beiden Hunden, die ebenfalls zum Spaziergang bis an den Waldrand gefahren war. Ich bat sie, ob sie nicht zufälligerweise einen Karton oder etwas Ähnliches im Wagen hätte, damit ich den verletzten Raben einfangen könnte, meine Frau wäre bereits unterwegs um unser Auto zu holen, wir würden das hilfsbedürftige Tier dann nach Düdelingen in die Pflegestation für Wildtiere bringen.

Die freundliche Dame sah den Vogel mit dem lahmen Flügel und meinte, dass er in der Tat keine Überlebenschance im Wald hätte, da sie schon einmal in diesem Wald gesehen hatte, wie ein toter Vogel von seinesgleichen aufgefressen worden war. Sie hatte zwar noch nichts von der Pflegestation gehört, bot mir aber sofort eine Ökotasche an, welche ich dankend annahm, da ich mir erhoffte, das verletzte Tier darin transportieren zu können. Als ich mich jedoch mit dem Plastiksack dem Raben näherte, suchte dieser sofort Schutz in den kniehohen Brennnesseln neben dem Waldweg, so dass ich es mit Shorts bekleidet erst einmal vorzog, auf Nicole zu warten.

Einige Minuten später hörten wir wieder ein Auto, diesmal war es Nicole. Sie hatte außerdem einen Pappkarton bei einer in Crauthem wohnenden Bekannten organisiert, so dass das Transportproblem vorerst gelöst war. Nicole nahm nun Momos Autodecke aus dem Kofferraum unseres hundefreundlichen Autos 😉 und schlug vor den Raben einzufangen. Da sie lange Jeans trug, würden die Brennnesseln sie auch nicht aufhalten. Der Vogel war aber mittlerweile auf den Weg zurückgekehrt, so dass es Nicole problemlos gelang ihn mit der Decke einzuhüllen um ihn dann vorsichtig in den Karton zu setzen, den ich ihr aufhielt. Wir klappten sofort die Deckel zu, die allerdings noch eine Lücke aufließen, so dass der Rabe noch genug Luft bekam, ohne jedoch aus dem Karton herausklettern zu können. Momo bekam den verletzten Passagier neben sich in den Kofferraum gesetzt und nachdem ich die geliehene Ökotasche mit einer Notiz am Auto der freundlichen Dame befestigt hatte, ging’s ab nach Düdelingen.

Die freundliche Mitarbeiterin der Pflegestation nahm sich sofort des Vogels an. Sie klärte uns auf, dass es sich um ein junges Tier handelte und tastete dessen verletzten Flügel ab. Eine Röntgenaufnahme wäre angebracht, deshalb brachte sie den Raben zuerst ins Nebenzimmer um anschließend noch Informationen zum Fundort und unsere Personalien aufzunehmen. Wir bedankten uns und hoffen, dass es dem jungen Raben bald besser geht, so dass er wieder flügge wird.

Dampfzugfahrt

15. Mai 2006 | Georges

Gestern haben wir einen Ausflug mit dem Train 1900 von Pétange nach Fond-de-Gras unternommen.

Dass Momo auch in einem alten Dampfzug problemlos mitfährt, beweist dieses Video :-) :

DX48Z–AuXg

Frühlingswetter

1. Mai 2006 | Momo

Der April hat uns die ersten warmen Frühlingstage gebracht, genau das richtige Wetter um endlich wieder baden zu gehen. Außerdem macht es richtig Spaß, mich mit Herrchen und Junior im Grünen auszutoben. Die dabei entstandenen Fotos sind nun im Album zu finden :-).

Endlich Frühling!

Desinformation über die Robbentötung?

15. April 2006 | Georges

In der Luxemburger Tageszeitung “für Wahrheit und Recht” (d’Wort) stand in der Ausgabe vom 13. April 2006 auf Seite 18 ein Artikel mit der folgenden Überschrift:

Neufundlands “Sealer” erzählen ihre Version von der Robbentötung

Als Autor des Berichts gibt d’Wort Gerd Braune an, einen Kanada-Korrespondenten, über den ich nach kurzer Recherche im Internet herausgefunden habe, dass er u.a. für die Stuttgarter Zeitung schreibt.

Nach der Lektüre des d’Wort-Artikels stellte ich mir die Frage, wieso diese Zeitung einen derart einseitigen, ja fast schon tendenziösen Artikel abdruckt, der die Argumente der Robbenjäger in den Vordergrund stellt und um Verständnis für sie bittet. Da der Artikel jedoch nicht von einem hauseigenen Schreiber verfasst war, wollte ich mit Hilfe des Internets herausfinden, ob er nicht etwa gekürzt – und somit in eine der d’Wort-Redaktion genehme Fassung gebracht worden war.

Fündig wurde ich bei der bereits oben erwähnten Stuttgarter Zeitung (StZ, Ausgabe vom 5. April 2006, 3. Seite) wo man sich den Original-Beitrag für 50 €-Cent herunterladen kann. Bei der StZ lautet der Titel “Familienväter unter dem Verdacht der Barbarei”, was dem Bericht übrigens in Bezug auf den schließenden Satz Kohärenz verleiht, eine Eigenschaft die man dem Wort-Abdruck auf keinen Fall zuschreiben kann. So liest sich der Originaltext von Gerd Braune auch viel besser als die d’Wort-Version, die Frage die ich mir nach der Lektüre im d’Wort gestellt hatte wäre mir wohl kaum in den Sinn gekommen, wenn ich stattdessen die StZ gelesen hätte: der Bericht von Gerd Braune vereint nämlich die gegensätzlichen Standpunkte der Robbenjagdgegner und -befürworter in einem informativen Text, der es dem Leser überlässt sich seine eigene Meinung dazu zu bilden.

Im Gegensatz zu Gerd Braune scheint die d’Wort-Redaktion ihre Leser allerdings für unfähig zu halten sich eine eigene Meinung zu bilden, und schlägt ihnen deshalb sofort eine Richtung vor. Dass es sich hierbei um eine die Tierrechte verachtende Variante handelt, ist umso schlimmer, da auf der betreffenden Seite im d’Wort sehr wohl Platz gewesen wäre, den Integraltext abzudrucken – man hätte nur die beiden Fotos des Fischers weglassen müssen, da sie bloß dazu dienen dem im Bericht vorkommenden Fischer ein Gesicht zu verleihen. Der originalgetreue Abdruck des Textes von Gerd Braune hätte dem Leser außerdem immer noch die Möglichkeit gelassen Verständnis für die Robbenjäger aufzubringen. Aber Bilder sagen halt mehr als Worte, deshalb war vermutlich auch kein getötetes Robbenjunges abgebildet, sondern lediglich ein Fischer auf seinem Boot. Ein Foto des Mannes bei der Jagd hätte womöglich auch nicht gut zu der vom Text nahe gelegten Opfer-Rolle der Fischer gepasst.

Andererseits wirft sich die Frage auf, ob die d’Wort-Redaktion überhaupt beim Autor Gerd Braune bzw. bei der StZ um Erlaubnis nachgefragt hat, den Originaltext auf eine Art und Weise zu entstellen die der Desinformation doch ziemlich nahe kommt. Wie war das nochmal mit dem Slogan auf der ersten Seite des d’Wort…? – Ach ja, “Für Wahrheit und Recht” heißt es da.

Schnee von gestern

18. März 2006 | Georges

Wie bereits letzten Monat angekündigt, habe ich nun endlich die Fotos vom letzten Schnee dieses Winters online.

Momo im Schnee

Siehe Album 2006.

Der Kutscher von Rothenburg

4. März 2006 | Georges

Tritte im Todeskampf: Verfahren gegen Pferde-Prügler eingestellt – Panorama – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten

Müssten StaatsanwältInnen nicht zuerst selbst auf “gefühllose, fremde Leiden missachtende Gesinnung” getestet werden, bevor sie ihren Beruf ausüben dürften?

Wenn solche Handlungen wie diese bloß als “Ordnungswidrigkeit” gelten, die dazu noch straffrei ausgehen, dann müssten die LehrerInnen von Rothenburg ja wohl auch Kinder (u.a. von StaatsanwältInnen) straffrei verprügeln dürfen, sie bräuchten nachher nur zu ihrer Entlastung anzugeben, sie wären mit der Situation “überfordert” gewesen und hätten ja nicht “aus Rohheit” gehandelt …